Samstag, 24. Februar 2018

[INTERVIEW] Im Interview mit Ellin Carsta (#Werbung)



Bildquelle: Petra Mattfeldt
Name: Petra Mattfeldt
Geburtsjahr-/ort: 1971 geboren in Verden
Wohnort: in der nähe von Bremen
Familienstand: verheiratet
Kinder: 3
Genre: Historische Romane, Krimis und Jugendromane

Pseudonyme: Ellin Carsta, Caren Benedikt und auch unter meinem richtigen Namen Petra Mattfeldt schreibe ich.

Ich mag: natürlich das Schreiben! Ich bin gerne mit meiner Familie und mit Freunden zusammen, mache Sport und reise gerne. Toll finde ich lange Sommerabende, an denen ich mit lieben Menschen bis spät draußen sitzen kann, ein Gläschen Wein trinken und reden, reden, reden. 

Ich mag nicht: Da gibt es gar nicht so viel. Ich bin wirklich sehr glücklich in meinem Leben.

Bisherige Veröffentlichungen:
(u.v.w. Titel) 

           


Ellin, stell dich doch bitte kurz meinen Lesern vor.
Ich bin 1971 geboren und lebe mit meinem Mann, meinen drei Kindern und unserem Hund in der Nähe von Bremen. Seit 2010 veröffentliche ich Bücher, 2017 bin ich dann zusätzlich in den Bookspot Verlag eingestiegen, so dass ich nun Autorin und Verlegerin bin. In meinem Leben dreht sich also ganz viel um Bücher, Bücher, Bücher.

Wie bist Du zum Schreiben gekommen und gab/gibt es noch andere Berufe, die ausgeübt werden/wurden?
Das Schreiben war erst ein Hobby, als dann das erste Buch raus kam und auch gleich recht erfolgreich war, bin ich auf den Geschmack gekommen.
Ich habe eine Ausbildung zur Rechtsanwalts – und Notargehilfin abgeschlossen und als freie Journalistin gearbeitet. Da mein Mann selbstständiger Rechtsanwalt ist und wir Kanzlei und Verlag zusammengelegt haben bin ich auch immer noch ein bisschen in meinem erlernten Beruf tätig. So bleibt es vielseitig für mich und macht riesen Spaß. Vor allem ist daran sehr schön, dass ich so weiter mit meinen Kolleginnen aus der Kanzlei zusammenbleiben kann.

Wenn Du am Schreiben bist, wo tust Du es am liebsten und wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?
Ich muss mich wohlfühlen. Das kann mit einer Tasse Tee sein, mal mit einer Kerze, die ich anzünde oder ganz leiser, ruhiger Musik sein. Das ist bei mir vor allem stimmungsabhängig. Was ich wirklich brauche ist Ruhe, um richtig abtauchen zu können.

Wenn Du gerade nicht an einem Buch schreibst, was machst Du gerne in Deiner Freizeit?
Ich verbringe gerne die Freizeit mit meiner Familie und Freunden, mache Sport und reise gerne. Außerdem verbringe ich auch gerne Zeit mit unserem Hund bei der Hundeschule.

Wenn Du selbst als Leserin unterwegs bist, welche Bücher liest Du am liebsten und was eher gar nicht? 
Ken Follett, Jussi Adler Olsen und diverse deutsche Kollegen. Was mir wirklich nicht liegt, sind Liebesgeschichten.

Hast Du einen Lieblingsfilm oder ein Film der Dir aus deiner Kindheit gerade spontan einfällt, der gerne gesehen wurde und weshalb?
Aus meiner Kinderheit? Hm – ich fand damals die Winnetou Filme toll. Meine Güte, wenn da die Schlussmusik kam, war ich immer total traurig. Außerdem auch die James Bond Filme, Star Trek (Raumschiff Enterprise) und Star Wars.

Wenn Du ein Tier wärst, welches wäre es und weshalb?
Ich tippe auf Löwin

Hast Du ein Idol ? Wenn ja, wer und weshalb?
Nein, habe ich nicht.

Gibt es ein Sprichwort, welches Dich durch Dein Leben begleitet?
„Das ist doch so schnell gemacht“

Gibt es ein Lieblingsreiseziel, wenn ja welches und warum gerade dieses?
Ich war in den letzten Jahren wirklich schon an vielen unterschiedlichen Reisezielen. Das weiteste war bisher die Karibik. Wirklich traumhaft. Aber es kann bei mir auch ebenso gut die Nord- oder Ostsee sein, gern auch mit Regenjacke an und bei richtig kräftigem Wind.

Gibt es derzeit neue Projekte? Worauf dürfen sich Deine Leser freuen?
Es wird eine neue Trilogie beginnen.
Oh ja – eine ganze Menge! Am 20.02. erscheint „Die ferne Hoffnung“. Das ist der Auftakt zur Hansen-Saga. Ein wirklich tolles Projekt, von dem ich selbst ganz begeistert bin. Im März erscheint dann „Die letzte Fahrt“, ein Thriller und im April der vierte Teil meiner heimlichen Heilerin Reihe, „Die heimliche Heilerin und die Könige".

Außerdem arbeite ich derzeit an einem neuen Caren Benedikt und es gibt weitere Projekte. Langweilig wird es also sicher nicht.

Ein besonderes Ereignis in Deinem Leben?
Meine Kinder!

Eine peinliche Situation, worüber Du heute lachen kannst?
Fällt mir spontan nichts ein. Das liegt aber auch daran, dass ich auch immer gleich, wenn mir was passiert, sehr gut selbst über mich lachen kann.

In welcher Stadt außer Deinem Geburts- und Wohnort, könntest Du es Dir vorstellen zu leben und weshalb?
In München! Dort ist meine Agentin, eine super Frau! Und auch viele Kollegen und Freunde, meine Verlage, deren Mitarbeiter ich gern auch öfter sehen würde. Außerdem finde ich die Stadt einfach toll.

Bildquelle: Petra Mattfeldt
Ellin, erzähle uns doch etwas über Dein aktuelles Buch. Wie ist die Idee entstanden? Wie sahen die Recherchen dazu aus?
„Die ferne Hoffnung“ war schon ganz lange in meinem Kopf. Es geht um die Hamburger Familie Hansen im Jahr 1888, in deren Besitz sich ein Kaffeekontor befindet. Das Oberhaupt der Familie, Peter Hansen, verstirbt. Seine Söhne Georg, Robert und Karl übernehmen das Kontor, müssen aber feststellen, dass dies tief in der Kreide steht. Es gilt also, sich etwas einfallen zu lassen, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Die kolonialen Bestrebungen Deutschlands zu der Zeit könnten die Lösung für die Familie sein, die sich neben dem Verkauf von Kaffee nun auf den immer größer werdenden Bedarf an Kakao konzentriert. Es ergibt sich die Möglichkeit, eine Plantage in Kamerun zu übernehmen… mit vielen Folgen, die zu Beginn niemand vorausahnen kann.

Das nur in aller Kürze. Ich fand die Idee spannend, wie Menschen reagieren, die aus der Not einen Aufbruch wagen müssen und sich dann auf ganz unterschiedliche Art mit der neuen Situation zurechtfinden. Das, was für einige Familienmitglieder ein Graus ist, bedeutet für die anderen eine riesengroße, bisher ungekannte Freiheit. Ein wirklich spannendes Thema und ich selbst finde den Roman sehr gelungen.

Hattest Du beim aktuellen Buch ein Mitsprachrecht bei der Covergestaltung? Und wie gefällt es Dir persönlich?
Ja, hatte ich. Und ich finde das Cover großartig! Es gibt meiner Meinung nach genau die Stimmung des Romans wieder. Die junge, wohlerzogene Frau, deren Entwicklung der Leser von Band zu Band miterlebt. Es ist ein Abtauchen in eine andere Zeit und für Luise, meine Protagonistin, auch in eine andere Welt.

Wie lange schreibst Du durchschnittlich an einem Roman? Und wie sieht der Werdegang von der Entstehung der Idee bis zur Veröffentlichung aus?
Ich schreibe sehr schnell. Die reine Schreibzeit ist gut in drei Monaten zu erledigen. Das wirklich aufwendige findet davor statt. Es gibt so viele Fragen, die aufkommen, ich muss Bücher lesen, möglichst auch Filme und Dokumentationen sehen, wenn möglich, an die Orte reisen, in denen mein Buch spielt. Das kostet wirklich Zeit.

Wie hast Du Dich gefühlt, als Dein erstes Buch veröffentlicht wurde? Wirst Du oft in der Öffentlichkeit erkannt?
Mein ersten Buch war „Die Feinde der Tuchhändlerin“ -und es war einfach großartig, dieses Werk nach dem Druck in den Händen zu halten. Heute ist es natürlich, nachdem ich über zwanzig Bücher auf dem Markt habe, nicht mehr so fremd. Aber schön ist es immer wieder, sobald ein neues Buch erscheint und ich dieses bekomme.

Und was die Öffentlichkeit angeht: In dem Ort, in dem ich wohne, weiß vermutlich jeder wer ich bin und was ich mache. Und das schöne ist – es ist egal. Ich grüße die Leute und diese mich: Als Nachbarin, als Freunde, als die, die immer im gleichen Supermarkt einkauft wie alle anderen. Bei Lesungen und Messen ist das natürlich anders. Da ist es schon wirklich eine andere Welt und manchmal gibt es doch einen ziemlichen Ansturm, damit ich Bücher signieren oder eben ein Foto mit mir machen lassen. Aber ich finde das überhaupt nicht schlimm und freue mich über die Leserinnen und Leser, die ich zu begeistern verstehe.

Wie geht Deine Familie damit um, dass Du in den Medien präsent bist?
Das spielt zu Hause keine Rolle. Meine Kinder und mein Mann finden es toll, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte und damit erfolgreich bin. Sie freuen sich mit mir. Aber ansonsten bin ich zuhause einfach nur eine Mama und Ehefrau. Und das ist auch gut so!

Die neue Generation ist das ebook, was hältst Du persönlich davon und wie siehst Du die Entwicklung?
Anfangs war ich persönlich, um es für mich zu nutzen, total dagegen. Ich fand es immer besser, ein „richtiges“ Buch in Händen zu halten. Doch meine Einstellung hat sich da gewandelt. Ich finde es inzwischen sehr angenehm, abends auf meinem E-Reader zu lesen, weil dann auch kein zusätzliches Licht anbleiben muss und ich meinen Mann nicht störe, wenn ich doch mal wieder länger lese.

Bildquelle: Petra Mattfeldt
Momentan wird das Thema Selfpublishing sehr heiß diskutiert, was hältst Du davon? Wenn Du selber dazu gehörst, weshalb hast Du Dich dazu entschieden?
Ich bin kein Selfpublisher und möchte es auch nicht sein. Aber das ist meine persönliche Einstellung. Der Vorteil ist ganz klar, dass beim Selfpublishing, soweit ich es beurteilen kann, unter dem Strich mehr für den Autor überbleibt. Allerdings arbeite ich sehr gern im Team und finde es eben auch gut, wenn zum einen mein Verlag auf das Manuskript guckt, dann noch mein Lektor/Lektorin und wir eben auch mal über die eine oder andere Stelle im Buch diskutieren. Am Ende war ich immer sehr zufrieden mit dem Ergebnis und würde deshalb auch weiterhin so arbeiten wollen.

Hast Du Dein Buch jemanden gewidmet? Und wenn ja, wer ist diese Person?
Da ich ja schon einige Bücher geschrieben habe, habe ich diese ganz unterschiedlichen Personen gewidmet. In erster Linie und mehrfach meinem Mann und meinen Kindern. Aber auch besonderen Freunden und meiner Agentin.

Wenn Du die Möglichkeit hättest mit einer verstorbenen Person einen Abend zu verbringen, wen würdest Du gerne treffen und was würdet ihr unternehmen?
Das wäre niemand Berühmtes, sondern einfach meine Oma. Wir würden uns zusammensetzen, eine Kerze anzünden und einen Tee zusammen trinken. Und dann quatschen, quatschen, quatschen. Sie war eine tolle Frau!

Ein paar letzte Worte an Deine Leser: 
Dann möchte ich gerne DANKE sagen.
Vor allem möchte ich DANKESCHÖN sagen – für das Interview und für all die begeisterten Leserstimmen, die mich mit ihrer Begeisterung für meine Bücher auf die Bestsellerliste gehoben haben. Manche schreiben mich an, andere loben in Rezensionen meine Werke. Das ist ein unglaubliches Gefühl, das mich wirklich sehr dankbar macht. Ich hoffe, dass es mir immer gelingen wird, meine Leserinnen und Leser mitzunehmen und erst wieder auftauchen zu lassen, wenn meine Geschichten erzählt und die letzte Seite gelesen ist.


(Textquelle: amazon.de)

Hamburg 1888: Als der Familienpatriarch Peter Hansen aus dem Leben scheidet, bleiben seine Söhne Robert, Karl und Georg mit einer großen Aufgabe zurück: Wie können sie in diesen turbulenten Zeiten den Fortbestand des hoch verschuldeten Familienunternehmens und die gesellschaftliche Stellung der Hansens sichern? Eine Plantage im fernen Kamerun bietet die einmalige Chance, die stark wachsende Nachfrage nach Kakao zu bedienen. Was von einem Teil der Familie als großes Abenteuer gesehen wird, ist für die anderen schon in der Vorstellung ein Albtraum.

Robert macht sich mit seiner Familie auf den Weg in das Land am Golf von Guinea. Seine Frau Elisabeth kehrt Hamburg nur sehr widerwillig den Rücken, und das Verhältnis zwischen den Eheleuten wird zusehends angespannt. Luise hingegen, ihre jüngste Tochter, findet das Leben auf der Plantage sehr aufregend. Nicht zuletzt, weil mit Hamza, dem Sohn des Vorarbeiters, zum ersten Mal ein Mann in ihr Leben tritt, für den sie starke Gefühle entwickelt …

 


Ich bedanke mich bei der lieben Ellin Carsta für das ausführliche Interview.

 Herzlichen Dank dafür. 

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Kommentare:

  1. Hallo liebe Kati,
    Ein tolles Interview mit einer unheimlich sympathischen Autorin.
    Ich habe bisher noch kein Buch von ihr gelesen, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass sie mir gefallen würden.
    Danke Dir, dass Du mir die Schriftstellerin näher gebracht hast.

    Liebe Grüsse
    Nady
    http://www.nadys-buecherwelt.jimdo.com

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    1. Hallo Nady,
      das freut mich, dass dir das Interview gefallen hat. Das Buch "Die ferne Hoffnung" ist noch auf dem Weg zu mir und ich bin schon sehr gespannt darauf. Ich glaube auch, dass es dir gut gefallen würde.
      Liebe Grüße und dir einen schönen Sonntag.
      Lg Kati

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  2. Liebe Kati,
    vielen Dank für dieses tolle und ausführliche Interview!
    Ich habe zwei historische Romane der Autorin gelesen, die mir sehr gut gefallen haben und einen Thrille rhabe ich hier (den hast du gar nicht aufgelistet: "Tod uns Spiele".
    Ihr neues Buch "Die ferne Hoffnung" ist schon eine Weile auf meiner Wunschliste! Passt perfekt in mein bevorzugtes Genre! =)
    Liebe Grüße
    Martina

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