Samstag, 27. Januar 2018

[REZENSION] Heute leben wir ~ Emmanuelle Pirotte (#Werbung)

   


EIN SS-OFFIZIER RETTET JÜDISCHES MÄDCHEN: Renée ist 6 oder 7, ganz genau weiß sie es nicht. Als elternloses jüdisches Mädchen wird sie im letzten Kriegswinter vor den Deutschen versteckt – bei den Nonnen, dem Pfarrer, den Bauern in den Ardennen. Bis sie dem SS-Offizier Matthias in die Hände fällt. Er verschwindet mit ihr im Wald, um sie zu erschießen, aber plötzlich nimmt alles einen ganz anderen Lauf. Dieses Mädchen mit den dunklen Augen wird Matthias Leben für immer verändern.
(Textquelle: amazon.de)


Der Schutzumschlag ist glänzend und fällt durch den leuchtend roten Schriftzug des Titels direkt auf. Das kleine Mädchen zeigt sich nur zum Teil und hat wunderschöne Augen, aber mit einem traurigen und ängstlichen Blick. Eine ansprechende Gestaltung, die erahnen lässt, dass sich hier eine dramatische Geschichte hinter den Buchdeckeln versteckt. 
Das Papier ist fest und hochwertig, und die Schrift ist groß, was ich angenehm beim Lesen finde.


"Das geschmierte Brot blieb dem Vater an den Lippen hängen."



"Heute leben wir" ist der Debütroman der Schriftstellerin Emmanuelle Pirotte. Ich erhielt dieses Buch als Buchflüsterer von buecher.de. Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, war mir klar, dass dies nicht unbedingt eine Geschichte ist, die ich mir im Buchhandel ausgesucht hätte. Mein Bauchgefühl sollte Recht behalten.

Es ist Winter im Jahre 1944 – es herrscht Krieg. Renée, ein jüdisches kleines Mädchen, wird in einem Dorf der bergischen Ardennen von Bauern versteckt bis die amerikanischen Truppen die Ortschaft belagern. Renée wird vom Dorfpfarrer in einen Jeep der Amerikaner gesetzt. Dachte er – doch der Wagen gehörte den SS Soldaten und Renèe trifft dabei auf Matthias. Er wiedersetzt sich seiner Pflicht sie zu töten und erschießt seinen Kameraden, um dem Mädchen das Leben zu retten. Getarnt begibt sich Matthias mit Renèe auf die Flucht. 

Der Schreibstil von Emmanuelle Pirotte ist gewöhnungsbedürftig und keine leichte Kost. Der Text las sich holprig durch zu kurze Sätze. Die Autorin wollte damit ausdrucksstark rüberkommen, was für mich stumpf und unlesbar wirkte. 
Die Schriftstellerin nutzte viele altertümliche Begriffe, die man heute im normalen Sprachgebrauch nicht verwendet und die der Geschichte in keinster Weise vorangetrieben haben. 

Der geschichtliche Hintergrund ist präsent und es gibt Rückblenden und historische Berichterstattungen. Mich haben diese Erzählungen und die Tatsache, dass diese Story mitten im Krieg spielt, abgeschreckt.

Ich quälte mich durch die Seiten und fand zu den Charakteren keinen Bezug. Ich las die Zeilen, war aber mit dem Verstand und Herzen nie im Geschehen. Geschrieben wurde abwechselnd in den Sichtweisen von Renèe und Matthias, was mir sonst immer gefallen hat. Aber hier hat es den gewünschten Effekt, der Charaktertiefe oder dem Drama nahe zu sein, für mich verfehlt. 

Ich habe bei der Hälfte aufgegeben und das Buch abgebrochen, weil es mir keinen Spaß gemacht hat.  

"Heute leben wir" von Emmanuelle Pirotte erzählt von einer Kriegsgeschichte im Jahre 1944 über ein jüdisches Mädchen und einem SS Soldaten. Mich konnte die Geschichte und der Schreibstil nicht begeistern. ~ Kriegsdrama mit historischem Hintergrund ~ anspruchsvoller Text ~ kein Lesegenuss, sondern ein Zeilenquäler


1,0 von 5 Blumen 

© Patrice Normand

›Heute leben wir‹ ist der erste Roman von Emmanuelle Pirotte und war ein großer Publikumserfolg in Frankreich, außerdem wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Die Autorin wurde von der Geschichte ihrer Großeltern, die im Zweiten Weltkrieg ein jüdisches Kind versteckten, inspiriert. ›Heute leben wir‹ wird verfilmt, die Dreharbeiten beginnen Anfang 2017. Emmanuelle Pirotte lebt in einem belgischen Dorf.
(Textquelle: S. Fischer Verlag)


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© 2018 Katis-Buecherwelt
© Cover: S. Fischer Verlag;
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© Klappentext: amazon.de;
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*Bearbeitet mit Papyrus Author 8

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