Samstag, 15. April 2017

[INTERVIEW] Im Interview mit Markus Heitz + Gewinnspiel



© Mario Moschel
Name: Markus Heitz
Geburtsort/Wohnort: Homburg/ Saar
Homepage: www.mahet.de
Familienstand: k. A. 
Kinder: k. A. 
Genre: Space Fiction, Phantastik, Horror, Kinderbücher, Thriller

Ich mag: Schwarzen Tee. Die Schreibdroge, die Zähne färbt und Gedanken beschleunigt.

Ich mag nicht: Hitze. Nein, sagen wir: Temperaturen über 20 Grad.

Bisherige Veröffentlichungen: jede Menge… irgendwas über 40 Romane.


           

1.) Markus, stell dich doch bitte kurz meinen Lesern vor.
Groß, recht schwer, immer Schwarz tragend. Und kreativ. Irgendwas tüftle ich immer aus. Und 45 Jahre bin ich. Tendenz steigend, und ich hoffe wirklich, das bleibt so. Das mit der Tendenz nach oben. Da sind noch zu viele Ideen, die raus müssen.

2.) Wie bist Du zum Schreiben gekommen und gab/gibt es noch andere Berufe, die ausgeübt werden/wurden?
Nö, keine andere Berufe, abgesehen vom Dasein als Journalist für zehn Jahre. Nur Schreiben und Geschichten erzählen. Das wollte ich schon immer, und seit ich 14 Jahre bin, entstehen lange und kurze Geschichten. Es geht einfach nicht anders.

3.) Wenn Du am Schreiben bist, wo tust Du es am liebsten und wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?
Ich habe keinen richtigen Arbeitsplatz. Laptop, Notizbuch, Schwarztee, und los geht die mentale Fahrt durch die Welten.

4.) Wenn Du gerade nicht an einem Buch schreibst, was machst Du gerne in Deiner Freizeit?
Musik hören, nächste Ideen austüfteln, PS4 zocken.

5.) Wenn Du selbst als Leser/in unterwegs bist, welche Bücher liest Du am liebsten und was eher gar nicht?
Als Leserin war ich noch nie unterwegs, aber hey, warum nicht? Könnte ich mal ausprobieren und Romance lesen. Das ist das Genre, mit dem ich so gar nix anfangen kann. Gar kein schlechter Hinweis. :)

© Bild: finepic München
6.) Hast Du einen Lieblingsfilm oder ein Film der Dir aus deiner Kindheit gerade spontan einfällt, der gerne gesehen wurde und weshalb?
Da würde ich mal EQUILIBRIUM empfehlen. Uns aus meiner Kindheit… puh…. da fällt mir nix
ein. Außer, dass ich King Kong in Schwarzweiß gesehen hatte, heimlich, und gleich danach „Schach dem Roboter“ und danach nicht mehr schlafen konnte. Gerade „Schach dem Roboter“, holla, holla. Den müsste ich mal wieder raussuchen.

7.) Wenn Du ein Tier wärst, welches wäre es und weshalb?

Eisbär. Der ist der wahre Grufti und hat eine schwarze Haut unter dem weißen Fell. Außerdem ist es in seinem Lebensraum schön kühl. Das kommt mir SEHR entgegen!

8.) Hast Du ein Idol ? Wenn ja, wer und weshalb?
Nein, kein Idol. Es gab zu meiner Jugend Billy Idol, aber das hat damit nix zu tun. Ich wunderte mich über Billy Idol aber, weil der Typ sich ständig daneben benehmen durfte und DENNOCH Erfolg hatte. Unfassbar! Frechheit! :)

9.) Gibt es ein Sprichwort, welches Dich durch Dein Leben begleitet?
Nein, gibt es nicht.

10.) Gibt es ein Lieblingsreiseziel, wenn ja welches und warum gerade dieses?
Auch nicht. Ich finde, man sollte einfach viel unterwegs sein, ob in Deutschland oder in der Welt. Man lernt neue Orte kennen, das führt wiederum oft zu neuen Erkenntnissen - über sich, über andere, über das Leben. Klingt komisch, ist aber so. Zuhause hat man das eher selten.

11.) 10 Dinge, die Du in Deinem Leben noch erreichen oder gerne tun möchtest!

Nein, so funktioniert mein Leben nicht. Ich bin rund um die Uhr kreativ und kann es nicht aufhalten, und DAS ist perfekt! Denn es ergeben sich ständig neue Dinge, die ich erreichen möchte - und das sind die Umsetzungen meiner Ideen und Projekte. Und Reisen. Aber eine feste Checkliste würde mich dabei nur beschränken. Denke ich.

12.) Gibt es derzeit neue Projekte? Worauf dürfen sich Deine Leser freuen?
Projekte gibt es immer! :) Aktuell schreibe ich an Wedora 2, das im August 2017 erscheinen wird. Wir gehen also erneut in ein phantastisches Setting in der Wüste, dieses Mal aber mit einem anderen Ansatz. Es macht SEHR viel Spaß - auch wenn es gewiss heiß dort ist, und wie ich schon sagte: Ich mag keine Hitze. Eigentlich.

13.) Ein besonderes Ereignis in Deinem Leben?
Ganz klar das Erscheinen des ersten Buches. So was vergisst man nicht. Und vor allem, dass ich damals vor lauter Aufregung Wasser mit Kohlensäure getrunken habe. Blöde Idee. Die Kohlensäure will halt wieder raus, und das kann man nicht bringen. Schon gar nicht mit einem Mikrofon vor der Nase.

14.) Eine peinliche Situation, worüber Du heute lachen kannst?
Ich kam ganz gut um peinliche Situationen herum. Und aus dem Kohlensäure-Ding HÄTTE ganz schnell was Peinliches werden können. :D

15.) In welcher Stadt außer Deinem Geburts- und Wohnort, könntest Du es Dir vorstellen zu leben und weshalb?
Wenn ich es könnte, würde ich gerne alle paar Jahre die Stadt wechseln. Neuer Input, neue Gedanken, neue Blickwinkel, neue Orte. Und das führt wiederum zu neuen Geschichten und Büchern.

16.) Markus, erzähle uns doch etwas über Dein aktuelles Buch. Wie ist die Idee entstanden? Wie sahen die Recherchen dazu aus?
Das ist wohl DES TEUFELS GEBETBUCH. Nach unzähligen Partien Mau-Mau, Skat, Schafskopf, Canasta, Rommé, Poker, dem Bau von Kartenhäusern, dem Zuschauen von Karten-Zaubertricks und häufigen dröhnenden Wiederholungen von „Ace of Spades“ (Motörhead) und „Aces High“ (Iron Maiden) stellte sich mir ein bisschen spät die entscheidende Frage: Woher kommt das Kartenspiel eigentlich?
Als ich mich in die Historie des Kartenspiels einfachste, merkte ich schnell: Da lauert was! Spätestens bei der klerikal-puritanisch abwertend gemeinten Bezeichnung „Des Teufels Gebetbuch“, „Das Gebetbuch des Teufels“ oder auch „Das Bilderbuch des Teufels“ für das Kartenspiel, war ich nicht mehr zu halten. Es zeigte sich, dass Karten die Menschen in Europa von Beginn an faszinierten. Sie spielten sich dabei um Kopf und Kragen, verloren Geld, Haus, Hof, Äcker und ihr Leben, sodass das Spiel im Mittelalter bereits verboten wurde. Karten dienten Wahrsagern als Mittel, die Zukunft zu erkennen. Karten dienten als Lehrspiele. Karten dienten schlicht als Werkzeug, um Salbe von einem Stößel abzukratzen oder als Unterlage bei einem wackligen Tisch. Und nicht zuletzt gibt es die berühmt-berüchtigte Todeskarte, das Pik Ass, das „Ace of Spades“, die vor allem ab der Mitte des 20. Jahrhunderts bekannt wurde.
Das Historische nahm bei meiner Recherche einen Umfang an, den ich en detail nicht in den Roman einbinden wollte. Kein Info-Dump, mehr Handlung.
Wer sich also einlesen möchte, dem empfehle ich den Anhang. Aber: Das Kartenspiel taugte als Romanthema. Sehr sogar! Es musste ein bestimmtes Kartenspiel sein. Was lag da näher, als ein Deck entstehen zu lassen, dessen einzeln Karten bereits verheerende Wirkung auf bestimmte Personen haben? Und was geschähe, wenn es als Ganzes gespielt werden würde?
Als ich den historischen Teil des Romans in Leipzig konzipierte, fügte und formte sich noch mehr. Zusammen mit Leipzig, seinen Erlebnissen, meinen Ideen und FAUST formte sich meine Erklärung, wie manche Szenen aus dem Ur-Faust (entnommen aus der Version von 1808) entstanden sein könnten. Daraus wurde: mein „Des Teufels Gebetbuch“. Nebenbei habe ich noch eine eigene Form des Kartenspiels erfunden, das „Supérieur“, wobei ich ausdrücklich davon abrate, die historisch-russische Version zu spielen. Bitte nicht! Kann buchstäblich … sagen wir auf die Gesundheit schlagen.

© Bild: Martin Höhne
17.) Hattest Du beim aktuellen Buch ein Mitsprachrecht bei der Covergestaltung? Und wie gefällt es Dir persönlich?
Das lief alles ganz vorbildlich zwischen Verlag und mir. Wir haben uns recht schnell auf ein Motiv
und die Gestaltung eingeschossen.

18.) Wie lange schreibst Du durchschnittlich an einem Roman? Und wie sieht der Werdegang von der Entstehung der Idee bis zur Veröffentlichung aus?
Etwa 4 Monate, von der ersten Idee bis zum fertigen Roman. Erst die Idee, dann der Plot, dann das Schreiben, danach dreimaliges Überarbeiten, dann die Testleserschaft, anschließend eine weitere Überarbeitung, bevor es ins Verlagslektorat geht, und wieder eine Überarbeitung - fertig. :)

19.) Wie hast Du Dich gefühlt, als Dein erstes Buch veröffentlicht wurde? Wirst Du oft in der Öffentlichkeit erkannt?
Verdammt gut und die Motivation, immer weiter zu machen. Glücklicherweise nicht oft. Brauche ich auch nicht. Man will ja, wie die meisten Menschen, ja seine Ruhe beim Einkaufen haben.

20.) Wie geht Deine Familie damit um, dass Du in den Medien präsent bist?
Ziemlich gut.

21.) Die neue Generation ist das ebook, was hältst Du persönlich davon und wie siehst Du die Entwicklung?
Es gibt keine „neue Generation“. Das Ebook ist lediglich ein anderes Medium, um Geschichten zu erzählen. Und die Entwicklung ist ja eher … nennen wir es „vornehm zurückhaltend“. Es ist ein Teil des Buchmarktes, aber nur bei höchstens ca. 7% des Gesamtverkaufs insgesamt. Dennoch eine gute Sache und eine tolle Ergänzung zum Print. Wird bestimmt noch stärker, aber wesentlich langsamer, als das die „Weisen“ damals voraussagten.

22.) Momentan wird das Thema Selfpublishing sehr heiß diskutiert, was hältst Du davon? Wenn Du selber dazu gehörst, weshalb hast Du Dich dazu entschieden?
Selfi, wenn man so möchte, ist eine spannende Sache, um einfach auszuloten und Dinge auf den Markt zu bringen, die kein Verlag machen wollte oder konnte oder die man selbst raushaut. Da ich austesten wollte, was möglich ist, versuchte ich es einfach mal. Was soll ich sagen? Joa. Nice. Mache ich bestimmt zwischendurch wieder mal, wird aber nicht mein Schwerpunkt sein.

23.) Hast Du Dein Buch jemanden gewidmet? Und wenn ja, wer ist diese Person?
Nein, aktuell nicht. Im Herzen schon, aber nicht öffentlich. :)

24.) Wenn Du die Möglichkeit hättest mit einer verstorbenen Person einen Abend zu verbringen, wen würdest Du gerne treffen und was würdet ihr unternehmen?
Oh, Vicent Price! Unbedingt! Und ich würde mir beibringen lassen, wie man so eine tolle Stimme bekommt und Self-Published-Earbooks(!) herausbringen. HA!

25.) Ein paar letzte Worte an Deine Leser.
Machen. Dinge, die man umgesetzt haben möchte, einfach angehen. Das ist die Lehre aus den vergangenen Jahren. Geduld und und vor allem Disziplin und Fleiß gehören dazu, ich habe 80 Wochenstunden und mehr - aber es macht Spaß. Und wenn etwas Spaß macht, dann sollte man es nicht aufgeben.


(Textquelle: amazon.de)

Der neue Urban-Mystery-Thriller von Bestseller-Autor Markus Heitz ist ein perfekter Mix aus Unheimlichem, Bösen und subtilem Horror: Der ehemalige Spieler Tadeus Boch gelangt in Baden-Baden in den Besitz einer mysteriösen Spielkarte aus einem vergangenen Jahrhundert. Alsbald gerät er in einen Strudel unvorhergesehener und mysteriöser Ereignisse, in dessen Zentrum die uralte Karte zu stehen scheint. Die Rede ist von einem Fluch. Was hat es mit ihr auf sich? Wer erschuf sie? Gibt es noch weitere? Wo könnte man sie finden? Dafür interessieren sich viele, und bald wird Tadeus gejagt, während er versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Plötzlich steigt der Einsatz: Es ist nicht weniger als sein eigenes Leben.

  

 Beantwortet die Gewinnspielfrage als Kommentar unter diesem Beitrag.

Schaut bitte nach Ablauf des Gewinnspiels hier auf meinem Blog nach, wer gewonnen hat. Gerne könnt Ihr mir jetzt schon eine Kontaktmöglichkeit hinterlassen oder schaut selbst nach, ob Ihr gewonnen habt.
Ihr solltet Euch spätestens 14 Tage nach Auslosung melden, ansonsten wird neu ausgelost.

Sammelt ein weiteres Los: 
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Was habt Ihr bereits von Markus Heitz gelesen? Oder kennt Ihr die Lieblingsfilme des Autors?

Einsendeschluss ist der 27.04.2017 um 12:00 Uhr


Ich bedanke mich bei Markus Heitz für dieses ausführliche Interview, was ich sehr interessant fand und mich oftmals zum Schmunzeln gebracht hat. Ebenso möchte ich mich für das Verlosungsexemplar bedanken bei


 Herzlichen Dank dafür. 


Teilnahmebedingungen:
1.) Es darf jeder teilnehmen der das 18. Lebensjahr vollendet hat, oder aber bei Minderjährigen die Einverständniserklärung der Eltern besitzt.
2.) Eine Teilnahme mit gültiger Wohnadresse in Deutschland!
3.)  Die Gewinne werden schnellstmöglich nach Auslosung von mir selbst auf dem Postwege versendet.
4.) Die Gewinner wird innerhalb von 1-3 Tagen nach Einsendeschluss ausgelost und hier auf dem Blog namentlich bekanntgegeben. 
5.) Nach der Auslosung werden Eure Daten kommentarlos gelöscht.  
6.) Der Gewinn kann nicht ausbezahlt werden.
7.) Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook.
8.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


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