Montag, 24. Juni 2013

[INTERVIEW] Autoren-Interview mit Elke Becker + Gewinnspiel


Autoren-Interview mit Elke Becker
+ Gewinnspiel


Kleiner Steckbrief zur Person:



(© Foto: privat)

Name:
Elke Becker
Geburtstag/Ort: 05.11.1970 Ulm
Wohnort: Palma de Mallorca
Genre: Krimi, Chick-Lit, Fantasy
Pseudonyme?: J. J. Bidell

Ich mag: Musik, Tanzen, Lesen, Faulenzen, gute Filme sehen; dann natürlich ehrliche Menschen, meine Familie, meine Freunde, meine Leser, gute Bücher

Ich mag nicht: Regenwetter, Kälte, intolerante und unehrliche Menschen, Arroganz und Neid.








10 Fragen an die Autorin:



1.) Stellen Sie sich doch bitte kurz einmal für meine Leser vor.
Geboren wurde ich im schwäbischen Ulm. Dort wuchs ich mit zwei Geschwistern auf. Ich bin also das, was man ein "Sandwich-Kind" nennt; die Mittlere. Reiselustig war ich schon immer, und so schnürte ich mit 18 Jahren meinen Rucksack und zog das erste Mal im Leben wochenlang durch Süd-Amerika. Ab da waren diese Reisen mein jährliches Highlight und meiner Mutter Alptraum. Neben meinem Sekretärinnenjob ging ich kellnern, weil der ganze Spaß auch finanziert werden musste.

Das südamerikanische Leben faszinierte mich jedoch so, dass ich mit 30 meinen Job als Vorstandssekretärin hinschmiss, um ein Jahr nach Venezuela zu gehen und dort endlich Spanisch zu studieren. Meine Eltern waren entsetzt, meine Freunde überrascht und ich endlich happy und frei.

2.) Wie sind Sie zum schreiben gekommen, und gab/gibt es noch andere Berufe die ausgeübt werden/wurden?
In Venezuela begann ich auch regelmäßig zu schreiben. Es entstanden zwei Romane (nicht vorzeigbar). Nach der Zeit in Venezuela war mir Deutschland noch fremder geworden. Also packten meine Schwester - wir haben die gleichen Reisegene mit auf den Weg bekommen - und ich unsere 7 Sachen - eine davon war unsere schwarze Katze - und machten uns in der Dominikanischen Republik mit einer Sprachschule selbständig. Die Schule lief super - hatten auch lange geplant - doch stieg die Kriminalität sprunghaft an, was unsere Freiheit doch sehr einschränkte. Schweren Herzens schlossen wir die Schule nach knapp 2 Jahren und landeten mit neuen Erfahrungen, einem weiteren Romanmanuskript (jetzt überarbeitet: Ticket ins Glück) und unserer Katze im Gepäck wieder im Schwabenland. Krasser konnten die Unterschiede nicht sein.

Das Schreiben habe ich immer beibehalten, und um zu wissen, wie man spannende Geschichten schreibt, machte ich Kurse und letzten Endes eine Ausbildung zur Drehbuchautorin. Ich habe viel gelernt und ab da wurden dann auch meine Romane vorzeigbar ;-)

Mein beruflicher Lebenslauf ist recht bunt. Ich habe meine Ausbildung abgeschlossen und im kaufmännischen Bereich gearbeitet. Später war ich im Vorstandssekretariat, Assistentin der Geschäftsleitung, aber auch Bedienung in Bars und Bistros. Nach meinem Spanischstudium unterrichtete ich Spanisch für Ausländer, war Direktorin der eigenen Sprachschule und in Venezuela habe ich nach meinem Studium Immobilien für eine Firma angekauft. Bevor ich diesen Job hatte, habe ich in einem (illegalen) Wettbüro gearbeitet. Auf Mallorca arbeitete ich in einem Kunstdruckverlag. Zurzeit arbeite ich an 10 Tagen im Monat in einem Immobilienbüro und nutze die anderen Tage zum Schreiben.

3.) Wenn Sie schreiben, wo tun Sie es am liebsten und wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?
Ich arbeite nur in meinem Büro am Schreibtisch, da ich dort von nichts abgelenkt werde. Mein Arbeitsplatz
(© Foto: privat)
ist unspektakulär und eher chaotisch. Mein Blick geht an eine weiße Wand, die mich eben nicht ablenkt ;-)

4.) Wenn Sie nicht gerade an einem Buch schreiben, was tun Sie dann gerne in Ihrer Freizeit?
Reisen, Lesen, ins Kino gehen, mich mit Freunden treffen, an den Strand gehen oder einfach mit dem Cabrio über die wunderschöne Insel fahren.

5.) Was für Bücher lesen Sie am liebsten und was eher gar nicht?
Ich lese eigentlich alles, wenn mich die Geschichte reizt. Da spielt das Genre eine ganz untergeordnete Rolle. In meinem Bücherregal findet man Chick-Lit, historische Romane, Krimi, Thriller und auch Familiensagas, die im Ausland (Australien, Neuseeland, Karibik, Südamerika) spielen.

6.) Gibt es ein Sprichwort, welches Sie durch Ihr Leben begleitet?
Nichts ist schlimmer als eine verpasste Chance, denn wer nicht wagt, hat schon verloren.

7.) Die neue Generation ist das ebook, was halten Sie persönlich davon und wie sehen Sie die Entwicklung?
Das E-Book wird immer mehr Leser gewinnen. Ich persönlich finde es prima, da ich mit dem Kindle auch von Spanien/Mallorca aus jederzeit mit einem Klick mein Wunschbuch kaufen kann, denn die kleine Buchhandlung vor Ort ist sehr schlecht sortiert. Die Entwicklung wird dahin gehen, dass mit jedem Hardcover ein Code für das E-Book geliefert wird. Der Absatz der E-Books wird weiterhin zunehmen, aber auch nur eine Ergänzung zum Printmarkt sein.

8.) Momentan wird das Thema Selfpublishing sehr heiß diskutiert, was halten Sie davon? Wenn Sie selber dazu gehören, weshalb haben Sie sich dazu entschieden?
Selfpublishing kann eine gute Chance für Autoren sein, die bisher keine Agentur oder keinen Verlag gefunden haben. Allerdings finde ich, dass alle Autoren so sorgfältig wie möglich arbeiten sollten und nicht, wie leider viele, unkorrigierte und unlektorierte Manuskripte hochladen und dem Leser einen Text zumuten, der an Körperverletzung grenzt. Wenn der Leser Geld dafür bezahlt, hat er einen möglichst fehlerfreien Text verdient. Leider machen sich nicht alle die Mühe, ihren Text von anderen zumindest Korrekturlesen zu lassen oder sich selbst mit der neuen Rechtschreibung auseinanderzusetzen. Das wirft ein schlechtes Licht auf alle und diejenigen, die sich die Mühe machen, werden oft mit den anderen in einen Topf geworfen.

Ich hatte mich selbst damals dazu entschieden, als ich von 3 Agenturen zu hören bekam, dass meine Fantasy-Geschichte zwar gut geschrieben und auch sehr schön sei, aber Fantasy rückläufig sei und sie keine weiteren Fantasy-Autoren mehr zur Vertretung annähmen. Also versuchte ich es selbst und hatte Erfolg. Dadurch habe ich nun eine Agentur gefunden, die die Trilogie „Im Schatten des Mondlichts“ nun Verlagen anbietet.

Nach Absprache mit meiner Agentur habe ich nun auch „Ticket ins Glück“ selbst als E-Book herausgebracht und die Agentur wird auch diesen Roman wieder Verlagen anbieten.

9.) Erzählen Sie uns doch etwas über Ihr aktuelles Buch. Wie ist die Idee entstanden? Wie sahen die Recherchen dazu aus?
Die Idee entstand, als ich selbst in der Dominikanischen Republik lebte und die Recherche quasi zwei Jahre vor Ort „lebte“. In „Ticket ins Glück“ sind viele Erlebnisse meinerseits eingeflossen. Die Rahmenhandlung ist frei erfunden und hat mit mir natürlich nichts zu tun. Es geht um eine junge Frau – Alex – die auf der Suche nach ihrem Platz auf der Welt ist und nach einem Streit ihren Freund verlässt und in die Dominikanische Republik reist, um dort darüber nachzudenken, wie ihr zukünftiges Leben sein soll. Dort erlebt sie natürlich so einiges ;-)

10.) Wie lange schreiben Sie Durchschnittlich an einem Roman? Und wie sieht der Werdegang von der Entstehung der Idee bis zur Veröffentlichung aus?
Das ist ganz unterschiedlich. Bisher dauerte es von der Idee bis zum fertigen Buch zwischen sechs und zwölf Monaten. Jetzt habe ich mehr Schreibzeit zur Verfügung und dadurch geht es natürlich etwas schneller. Für meinen ersten Roman, der in einem Kleinverlag erschien, brauchte ich über ein Jahr. Es kommt auch immer darauf an, wie viel recherchiert werden muss.

Meist ist erst eine Idee vorhanden. Die Grundidee schreibe ich in einem Absatz auf, dieser Absatz wird erst auf eine Seite, dann auf fünf Seiten erweitert. Auf diesen Seiten sind die Hauptwendepunkte, der Anfang und natürlich das Ende grob ausgearbeitet. Anschließend erhalten alle meine Figuren ihren Lebenslauf, damit später auch alles zueinander passt. Freunde, Familie und deren Beziehung untereinander werden festgehalten. Tja, und dann geht die Reise meiner Protagonisten los und durch ihre Eigenarten bestimmen sie, wie sie zu den von mir festgelegten Punkten kommen. Das ist dann immer sehr spannend und macht mir sehr viel Spaß, da die Figuren ihren eigenen (Dick-)kopf haben.


Ich bedanke mich recht herzlich bei der Autorin Elke Becker für dieses Interview, dem Bildmaterial und den Verlosungsexemplaren. Recht herzlichen Dank!



Zum Gewinnspiel:


Gewinnt eins von zwei ebooks von 

Ticket ins Glück


Wie könnt Ihr gewinnen?

1.) Beantwortet die Gewinnspielfrage im Kommentarfeld!

2.) Füllt bitte das Gewinnspielformular komplett aus!

Und Ihr landet im Lostopf!

WICHTIG:
Es landen nur diejenigen im Lostopf die auch einen Kommentar und das Gewinnspielformular ausgefüllt haben in den Lostopf. 


Gewinnspielfrage:
Was ist für Dich ein Ticket ins Glück? 
(Hinweis: Eure persönliche Meinung ist hier gefragt)


Einsendeschluss ist der 02.07.2013 um 23:59 Uhr


Hier gehts zum Gewinnspielformular:




Sollte das Formular einmal nicht dargestellt sein, so könnt Ihr dieses auch HIER erreichen!




Teilnahmebedingungen:
1.) Es darf jeder teilnehmen der das 18. Lebensjahr vollendet hat, oder aber bei Minderjährigen die Einverständniserklärung der Eltern besitzt.
2.) Der Gewinn wird per email versendet.
3.) Die Emailadressen werden an die Autorin weiter geleitet für die Übersendung des ebooks und werden danach direkt gelöscht.
4.) Die Verlosung wird innerhalb von 1-3 Tagen nach Einsendeschluss ausgelost und die Gewinner werden hier bekanntgegeben.
5.) Der Gewinn kann nicht ausbezahlt werden
6.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen


© 2013 Katis-Buecherwelt

Kommentare:

  1. Schade, daß es ein ebook ist - klingt gut ;)

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  2. Für mich ist ein Ticket ins Glück mein neuer Job, ab August meine neue Wohnung direkt bei meinen Freunden und am Stall meiner Pferde. Das bedeutet für mich Seelenfrieden und das Glück der Welt, wenn ich aus dem Fenster gucken kann an stressigen Tagen und direkt auf meine beiden schönen Pferde gucken kann. :)

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  3. Hallo,

    für mich ist mein Ticket ins Glück wenn ich mit meinen Miezen und einem Guten Buch auf dem Sofa sitze. Dazu noch einen Cappuccino und ein Stück Schoki :)

    Glück heißt für mich aber auch meine Freunde um mich zu haben und das ich mit denen einfach Spaß haben kann.

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  4. Das Interview ist toll :)
    Mein Ticket ins Glück.... das ich mich mit meiner Schwester wieder ganz gut verstehe, was jahrelang nicht der Fall war, leider.
    Glück ist wenn Du liebe Menschen um dich hast, die dich so nehmen wie du bist :)

    LG Manu2106

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  5. Ein prima Interview. Eine außergewöhnliche Frau, die sich durch nichts und niemanden beirren lässt, ihren eigenen Weg des Glücks zu gehen. Mein Respekt!!

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  6. Tolles Interview!

    Ein Ticket ins Glück wäre ein Schöner Urlaub für meine Eltern. Sie feiern im August ihren 25 Hochzeitstag und wünschen sich ein paar schöne Tage. Doch so wie es aussieht klappt das nicht. :(

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  7. Gemeinsame Zeit mit meinem Mann zu verbringen

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  8. Für mich ist ein Ticket ins Glück mich zu verlieben.

    ein sehr shcönes Gewinnspiel!! :)

    Liebe Grüße,
    Mila

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  9. Hallo Kati,

    was für eine tolle Seite, ich könnte mich hier stundenlang ver-lesen. Gefunden hab ich dich über deinen Sommer-Büchertip.

    Ein Ticket ins Glück wäre für mich der Antritt eines mindestens einwöchigen Leseurlaubes am Meer, nur Bücher, das Meer und ich :)

    Liebe Grüße
    Claudia

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  10. Für mich ist ein Ticket in's Glück ein Oneway-Ticket nach Neuseeland.

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  11. Für mich ist ein Ticket ins Glück eine Fahrkarte ans Meer... Aber nur, wenn mein Herz auch eine hat..

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  12. Ein Tiket ins Glück ist, wenn ich mich entspannen kann und gemütlich ein Buch lesen kann.

    LG Chrisy

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