Dienstag, 14. Mai 2013

[INTERVIEW] Andrea Reichart im Autoren-Interview + Gewinnspiel




Im Autoren Interview Andrea Reichart mit Gewinnspiel


Kleiner Steckbrief zur Person





(Foto © privat)

Name:
Andrea Reichart
Geburtstag/Ort: 28. Mai 1960 in Oberhausen
Wohnort: Iserlohn
Genre: Belleristik

Ich mag: Tiere und positiv denkende Menschen
Ich mag nicht: Miesmacher, Stammtisch-Weltverbesserer, Intriganten, üble Nachrede












16 Fragen an die Autorin


1.) Stellen Sie sich doch bitte kurz einmal für meine Leser vor.
Mein Name ist Andrea Reichart. Ich komme aus Essen, lebe aber seit 2008 mit Mann und Hund Norbert in Iserlohn, wo ich vor allem das literarische Programm des Literaturhotel Franzosenhohl betreue.

2.) Wie sind Sie zum schreiben gekommen, und gab/gibt es noch andere Berufe die ausgeübt werden/wurden?
Von Haus aus bin ich Buchhändlerin, war viele Jahre mit einer Buchhandlung in Essen selbstständig und habe seit 1989 einen Magisterabschluss (Anglistik/Germanistik). Ich arbeite als Lektorin und schreibe Romane, bei denen immer auch die Liebe eine Rolle spielt. Und Hunde natürlich. Ich denke seit meiner Kindheit, die ich in den USA verbrachte, in Geschichten und habe als Teenager begonnen, sie aufzuschreiben.

3.) Wenn Sie schreiben, wo tun Sie es am liebsten und wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?

(Foto © Michael May)

Ich arbeite mit Notizheften, die ich immer bei mir trage und notiere jeden Gedankenblitz. Vom Aufstehen bis zum Schlafengehen bin ich im Autorenmodus unterwegs, jede Szene, jedes Gespräch arbeitet in mir und wird auf sein literarisches Potenzial abgeklopft, automatisch und unentwegt. Wenn‘s dann ernst wird und ich an einer Kurzgeschichte oder einem Buch arbeite, dann am Schreibtisch, am PC. In einem Wust an Papieren und Notizen – kreatives Chaos halt.

4.) Wenn Sie nicht gerade an einem Buch schreiben, was tun Sie dann gerne in Ihrer Freizeit?
Viel Freizeit habe ich aufgrund meiner Arbeit eigentlich nicht. Wenn ich nicht lektoriere, dann plane ich Veranstaltungen, wenn ich nicht schreibe, dann lese ich – beruflich vorwiegend – die Freizeit verteilt sich wie gesprenkelt über Tage, Abende und Nächte. Hier ein wenig, dort ein wenig. Jede freie Minute verbringe ich gerne mit meinem Hund Norbert, meinem Mann oder guten Freunden.

5.) Was für Bücher lesen Sie am liebsten und was eher gar nicht?
Ich bin bekennender Fantasy Fan, liebe aber auch anspruchsvolle Romane (Ortheil und ein paar hundert mehr). Brutale Krimis sind nicht so meins, bis ins Detail ausgeleuchtete Gewaltszenen stoßen mich ab.

6.) Haben Sie einen Lieblingsfilm oder ein Film der Ihnen aus der Kindheit gerade spontan einfällt, der gerne gesehen wurde und weshalb?
Wenn nach Kinderfilmen gefragt wird: eindeutig The Wizard of Oz (mit Judy Garland) und The Sound of Music – das waren DIE amerikanischen Kinderfilme, mit denen wir in den 60ern in Amerika aufwuchsen. Ich kann sie auswendig mitsingen, noch heute. Alle Lieder *grins*.

7.) Wenn Sie ein Tier wären, welches wäre es und weshalb?
Als Tier wäre ich gerne ein Adler: nur möglichst weit weg kommen können von den Menschen, so wie sie leider mit Tieren umgehen. Jedes andere Tier ist ihnen zu sehr ausgeliefert.

8.) Haben Sie ein Idol ? Wenn ja wer und weshalb?
Ghandi wegen des gewaltlosen Widerstandes. Paul Sheppard wegen seines kompromisslosen Einsatzes für die Weltmeere. Mutter Theresa wegen ihrer Aufopferung für die Schwächsten. Die Liste lässt sich Gott sei Dank noch ein Weilchen fortsetzen, Idealisten gab und gibt es viele.

9.) Gibt es ein Sprichwort, welches Sie durch ihr Leben begleitet?
Wehe uns, wenn auch nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt.

10.) Gibt es derzeit neue Projekte? Worauf dürfen sich Ihre Leser freuen?

(Foto © privat)

Ich liebäugele mit mehreren Projekten. Jetzt warte ich nur auf ein paar Millionäre, die sagen „Na gut, dann schreib!“

11.) Die neue Generation ist das ebook, was halten Sie persönlich davon und wie sehen Sie die
Entwicklung?

Ich selbst habe einen Kindle, weil ich den Anschluss nicht verpassen wollte und genieße es, mir abends die Schrift größer zu stellen und damit im Bett zu lesen, das gebe ich zu. Dennoch möchte ich das gedruckte Buch nicht missen. Der Buchmarkt befindet sich seit Jahren bereits im Umbruch, ich bin heilfroh, dass ich meine Buchhandlung nicht mehr habe, wir wären längst mit Pauken und Trompeten untergegangen. Die nächsten Jahre werden zeigen, wohin die Reise geht. Das gedruckte Buch wird vermutlich nicht so schnell verschwinden, wie es manchmal befürchtet wird, aber es wäre albern so zu tun, als könnte man die Uhr noch zurückdrehen. Wenn mehr Geld für Kultur – und die Literatur gehört je bekanntlich dazu, auch wenn der eine oder andere nun erstaunt denkt „Ehrlich?“ - ausgegeben würde, dann müsste man sich nicht allzu große Sorgen machen. Vielleicht erlebe ich es noch, dass da ein kluges Umdenken stattfindet.

12.) Momentan wird das Thema Selfpublishing sehr heiß diskutiert, was halten Sie davon? Wenn Sie selber dazu gehören, weshalb haben Sie sich dazu entschieden?
Der Buchmarkt ist ja mehrschichtig. Der sogenannte erste Buchmarkt mit den großen Verlagen, Honoraren, Buchhandlungen, Agenten und Autoren ist der „Ort“, wo alle mit ihrem Schreiben hin wollen. Sich selbst herauszugeben katapultiert einen an den Rand dieses Marktes. Das muss einem einfach nur klar sein, wenn man sich selbst verlegt. Andrerseits: Ich kann absolut verstehen, dass Autoren (nie gab es so viele wie heute) nach 300 Ablehnungen die Nase voll haben. Aber: Viele Türen bleiben zu, wenn man sich selbst verlegt, auch wenn hier und da ein selbstverlegter Autor auf sich aufmerksam machen kann und von einem Verlag übernommen wird. Das sind leider immer noch Einzelfälle.

13.) Erzählen Sie uns doch etwas über Ihrem aktuellen Buch. Wie ist die Idee entstanden? Wie sahen die Recherchen dazu aus?
Mein aktueller Roman heißt „Safranträume“. Ich schrieb ihn für einen Jugendbuchwettbewerb. Eigentlich. Nun finden ihn aber Erwachsene offensichtlich viel interessanter als Teenager um die 14. Viel Recherche war nicht nötig, er spielt zu großen Teilen in einem Hotel, damit kenne ich mich aus. Es geht um 2 sehr verliebte Teenager, die sich im Alter von 14 aus den Augen verlieren, weil Laras Eltern sie mit in den Osten Europas nehmen. Jeder von beiden macht auf eine ungewöhnliche Art und Weise seinen bzw. ihren Weg und Rogers Eltern spielen eine wesentliche Rolle als es darum geht, sein unglaubliches Potenzial zu fördern. Sie leben getrennt, müssen sich aber zusammenraufen, was ganz witzig ist, bis sich die beiden mit fast 18 wieder begegnen. Ziemlich romantischer Stoff mit jeder Menge Facebook, das ich so nicht nenne, und Tierschutz, mit dem ich ja auch am Rande zu tun habe. Wer mehr wissen will, der kann auf www.safrantraeume.de eine Leseprobe finden.

14.) Wie lange schreiben Sie Durchschnittlich an einem Roman? Und wie sieht der Werdegang von
der Entstehung der Idee bis zur Veröffentlichung aus?

(Foto © privat)

Eines der beiden Projekte, an denen ich arbeite, hat einen historischen Stoff. Das ist sehr viel Arbeit, viel Recherche, fast wie bei einer wissenschaftlichen Arbeit, das wird Jahre dauern (seit 1 Jahr wühle ich mich schon durch alte Akten). Das andere ist im Stil von „Nenn mich Norbert“, daran habe ich damals 4 Monate geschrieben. An „Safranträume“ auch. Wenn ich einmal anfange, dann geht’s ruckzuck, ich plotte gut vor und tippe schnell. Was Zeit kostet sind die vielen Überarbeitungen. Bei mir sind es mindestens sechs Durchgänge. Je nach Umfang eines Buches macht man das nicht zwischen Kaffeetrinken und Zähneputzen und so kam ich bisher immer am Ende auf ein gutes Jahr Arbeit an jedem Roman.

15.) Wie war es, als Ihr erstes Buch veröffentlicht wurde? Werden Sie oft in der Öffentlichkeit
erkannt?

Mein erstes Buch war „Nenn mich Norbert“ – sieht man mal von wissenschaftlichen Veröffentlichungen Anfang der 90er ab – und „Norbert“ wurde gleich für den DeLiA Literaturpreis 2012 für den schönsten deutschsprachigen Liebesroman des Vorjahres (also 2011) nominiert. Das gab Wirbel ohne Ende und das Buch läuft und läuft, inzwischen in der 3. Auflage. Ja, man erkennt mich in unserer Region (dem märkischen Sauerland) manchmal – gerne auch beim Hundespaziergang, wenn ich sage „Und das ist Norbert“. Dann kommt es zu Dialogen wie: „Ach, ich habe ein Buch gelesen, da hieß der Hund auch Norbert.“ „Das ist er!“ „Was?!“ Einmal hätte ich bald auf einer Hundeleine signieren müssen, wir hatten nur keinen Stift dabei.

16.) Wie geht Ihre Familie damit um, dass sie in den Medien präsent sind?
Meine Familie ist sehr stolz. Aber sie sind es gewohnt, ich organisiere ja seit mehr als 20 Jahren Events, da war ich oft in der Presse. Als dann ab 2011 die Bücher dazukamen, wussten sie damit schon umzugehen. Sie genießen es genauso wie ich.


Ich bedanke mich bei der Autorin für das sehr ausführliche Interview, dem Bildmaterial sowie den signierten Verlosungsexemplaren. Vielen lieben Dank, Andrea!


Zum Gewinnspiel:

(Zum vergrößern KLICK aufs Bild)

Gewinnt ein Exemplar von "Nenn mich Norbert" oder "Safranträume"

Beide Titel sind signiert!


Wie könnt Ihr gewinnen?

1.) Beantwortet die Gewinnspielfrage über das Verlosungsformular, hinterlasst Eure Anschrift, und Ihr landet im Lostopf.
2.) Hinterlasst mir doch auch einen Kommentar und schreibt mir, ob Ihr die Autorin bereits kennt, und ob Ihr vielleicht schon einen der beiden Titel kennt. Oder aber auch wie Euch dieses Interview gefallen hat.

Gewinnspielfrage:
In welcher Hauptkulisse spielt der Roman "Safranträume" überwiegend?
(Hinweis: Die Lösung findet Ihr im Interview oder aber im Klappentext des Buches)

Einsendeschluss ist der 18.05.2013 um 23:59 Uhr


Hier gehts zum Verlosungsformular:




Sollte das Formular einmal nicht dargestellt sein, so könnt Ihr dieses auch HIER erreichen!



Teilnahmebedingungen:
1.) Es darf jeder teilnehmen der das 18. Lebensjahr vollendet hat, oder aber bei Minderjährigen die Einverständniserklärung der Eltern besitzt.
2.) Ihr solltet eine Postadresse innerhalb Deutschlands besitzen, ansonsten versende ich auch gerne ins Ausland, jedoch müßtet Ihr mir dann die zusätzlichen Versandkosten erstatten. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel, erklärt Ihr Euch damit einverstanden.
3.) Die Adressen werden nicht an Dritte weitergeleitet und werden nach Auslosung gelöscht.
4.) Die Verlosung wird innerhalb von 1-3 Tagen nach Einsendeschluss ausgelost und die Gewinner werden hier bekanntgegeben.
5.) Bei Verlust des Gewinns auf dem Postwege, wird kein Ersatz geleistet.
6.) Der Gewinn kann nicht ausbezahlt werden
7.) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen


© 2013 Katis-Buecherwelt



Kommentare:

  1. Hallo,
    ich habe bisher noch nichts von der Autorin gehört, aber das Interview hat mir sehr gut gefallen :)
    Liebe Grüße

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  2. Guten Morgen,

    von der Autorin hatte ich auch noch nichts gelesen. Ein schönes Interview, finde es toll, so etwas mehr über Schriftsteller zu erfahren.
    LG von Elke H.

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  3. Hallo,

    der Name der Autorin hat mir zwar nichts gesagt, dafür aber die beiden Buchtitel. Auch wenn ich ein "Katzenmensch" bin, lese ich doch auch immer gerne Bücher, bei denen Hunde mitspielen.

    LG,
    Heidi, die Cappuccino-Mama

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  4. Hallo liebe Kati,

    ich kenne und liebe die Safranträume schon und würde mich total über ein signiertes "Norbert" freuen.

    LG Beate

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  5. Huhu,

    ich kenne die Autorin noch nicht und habe auch noch nichts von Ihr gelesen. Die Bücher hören sich aber sehr interessant an und das Interwiev macht absolut neugierig.

    Lg Little Cat

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  6. Hallo liebe Kati,

    ich kenne die Autorin nocht nicht, aber das Interview und die Bücher haben mich sehr neugierig gemacht ;)

    Liebe Grüße
    Rebecca

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  7. Hallo Kati!
    Ich habe die Autorin auch noch nicht gekannt, aber ihr Buch hört sich toll an!
    LG
    Britta

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