Dienstag, 30. Oktober 2012

[Rezension] Elke Pistor - Eifler Zorn



Erschienen: 04. Oktober 2012
Seitenzahl: 220
Format: ebook
ISBN:
978-395451039
Preis: 9,90 Euro
Verlag: Emons










Klappentext:
Niemand kennt den zu Tode geprügelten Jungen, dessen Leiche unter Abrisstrümmern gefunden wird, niemand vermisst ihn. Hat die okkulte Sekte, die im Nationalpark Eifel angeblich ihr Unwesen treibt, etwas mit der schrecklichen Tat zu tun? Der Fund einer weiteren Leiche lässt die Gerüchteküche brodeln. Verleumdung, Schikanen und Missgunst greifen um sich und machen auch vor Kommissarin Ina Weinz nicht Halt. Als ihre Stieftochter verschwindet, erkennt Ina die große Gefahr: Wird Henrike das nächste Opfer sein?

Zum Buch:
Das Cover zeigt hölzerne Pferdeköpfe, und haben mir schon ein gruseliges Feeling durch deren Gesichtszüge gegeben. Das Buch ist in mehreren Kapiteln unterteilt und in sich in verschiedenen Szenenabschnitten. Zum Anfang jeden Kapitels erhält man viele Informationen aus der Vergangenheit.

Erster Satz:
"Speichel läuft aus seinem rechten Mundwinkel den Hals herab bis unter das Hemd."
Notierte Zeilen/Sätze:
„Ein Genie beherrscht zwar das Chaos, aber so genial, dass es hierfür reicht, bist du nicht.“

Meine Meinung:
Die Baggerführerin Bianca hat es wahrlich nicht einfach, nicht nur dass sie sich unter den Männern behaupten muss, nein sie findet auch noch eine Kiste mit einer Jungenleiche. Wer dieser Junge ist, ist schwer zu sagen, denn man weiß auch noch nicht wie lange der Junge dort gelegen hat, und außerdem fehlen die Hände des Jungen. Doch schon einen Tag später findet Bianca erneut eine Leiche, doch diese wird schnell identifiziert.

Ina Weinz und auch ihre ehemalige Praktikantin Judith und der Kollege Sauerbier werden zu diesem Fall hinzugezogen und die Ermittlungen beginnen. Doch nebenbei hat auch Ina einige familiäre Probleme mit ihrer Stieftochter, diese ist auf einmal verschwunden und Ina macht sich Sorgen, das die Morde mit dem Verschwinden von Henrike etwas zu tun haben könnten.

Dies ist der dritte Band um die Kommissarin Ina Weinz und auch mein erst gelesener Teil dieser Reihe. Ich empfand keinen Nachteil, dass ich die ersten beiden Teile nicht kannte, jedoch bekommt man im Laufe des Buches auch sehr viel Lust auf die beiden ersten Teile.

Zum Anfang hin hatte ich ein paar Schwierigkeiten beim Lesen, durch die kurzen Sätze, teilweise bestehend nur aus einem Wort und den vielen Personen. Doch nach einiger Zeit konnte ich mich daran gewöhnen sowie auch an den Szenenwechseln.

Es gibt einige verschiedene Erzählstränge, wie z.B. über Ina Weinz und ihrer Stieftochter Henrike, sowohl auch über einen Jungen aus der Vergangenheit und anderen familiären Problemen. Diese Problematiken werden dem Leser sehr realistisch vermittelt, was mir sehr gut gefallen hat.

Den Kollegen Sauerbier konnte ich nicht sonderlich gut leiden. Die Art wie er mit seinen Kolleginnen sprach und sich deren gegenüber verhielt, hat mich so manches Mal aufgeregt.

Der Spannungsbogen nahm beim Lesen immer weiter zu und man konnte nicht bis kurz vorm Ende hervorsehen wie es enden würde, was ich sehr mag, da man dadurch seiner Fantasie und Spürsinn freien Lauf lassen kann.


Die Autorin konnte mich für das Genre Kriminalromane total überzeugen und ich werde die beiden vorherigen Teile um Ina Weinz in näherer Zukunft lesen.


Zur Autorin:
Elke Pistor ist 1967 in Schleiden aufgewachsen und studierte in Köln, wo sie nun auch lebt und als freie Seminartrainerin arbeitet und Schreibworkshops gibt. Kurzgeschichten und die Eifel-Krimi`s schreibt Elke Pistor seit 2009. Zudem ist sie Mitglieder der Mörderischen Schwestern, der Vereinigung deutschsprachiger Kriminalschriftsteller, im Syndikat, der Vereinigung deutschsprachiger Liebes-romanautoren und im DeLiA. Derzeit als Jurymitglied des Friedrich-Glauser-Preis 2013 in der Kategorie Debütroman. Im Oktober erscheint ihr neuer Kriminalroman um Ines Weinz (Band 3) Eifler Zorn.


© Bild: Barbara Hentschel

Fazit:
Ein spannender Kriminalroman bis zur letzten Seite in einer wundervollen Idylle. Eine absolute Leseempfehlung für jeden Krimi-Fan oder für alle die es noch werden möchten

Danksagung:
Ich bedanke mich bei der Autorin für das bereitgestellte Rezensionsexemplar. Vielen lieben Dank Elke Pistor!

Derzeit läuft eine ganz tolle Aktion um dieses Buch, wo Ihr eine Wohnzimmerlesung mit der Autorin gewinnen könnt. Hier erfahrt Ihr mehr zu dieser Aktion, die noch bis zum 31.12.2012. Viel Glück!

Meine Wertung:

4,5 von 5 Vögel

© katis-buecherwelt


Kommentare:

  1. Hi,
    eine sehr gute und ausführliche Rezension.
    Etwas vorhersehbar fand ich es schon, zumindest war mir recht schnell klar wie es ungefähr passiert sein musste.
    Mehr dazu dann in der Videorezi,
    LG Ela

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    1. Wahrscheinlich weil du auch mehr Erfahrungen in dem Genre hast, als ich. Ich bin da ja noch nicht so gewandelt im Kriminalbereich. Hab mir auch hin und wieder meine Gedanken gemacht aber so richtig klar, war es mir erst gegen Ende.
      Auf deine Videorezension bin ich schon sehr gespannt ...

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